

AKTUELL
20 Jahre AK Hochschullehre Geographie
13.-14. März 2026 in Heidelberg
Geographische Hochschullehre ist Ort der Wissensvermittlung und zugleich Raum für Orientierung, der Auseinandersetzung und kritischen Reflexion. Sie soll fachliche Grundlagen vermitteln und Studierende gleichzeitig dazu befähigen, Wissen infrage zu stellen, eigene Fragestellungen zu entwickeln und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Für uns Geograph*innen bedeutet dies, die Vielfalt der geographischen Teildisziplinen in der Lehre zusammenzuführen, natur- und sozialwissenschaftliche Zugänge in den Dialog zu bringen und aktuelle gesellschaftliche Debatten aufzugreifen, ohne sie auf bloßes Anwendungswissen zu verkürzen. Wie lassen sich diese Ziele nach einer kritisch-reflexiven Bildung mit Modularisierung und Kompetenzorientierung in Einklang bringen? Wie können wir Studierenden Räume eröffnen, in denen sie neben Fachwissen auch Fähigkeiten zur Reflexion, Kritik und zum transdisziplinären Dialog erwerben? Wie kann Lehre dazu beitragen, Geographie als gesellschaftlich relevantes Fach zu positionieren und ihre disziplinäre Vielfalt als Stärke sichtbar zu machen? Und nicht zuletzt: Welche Rolle spielt geographische Hochschullehre in einer zunehmend marktorientierten Hochschule? Wie können wir als Lehrende die Bedeutung der Lehre selbst ernst nehmen und ihr im Kontext vielfältiger Aufgaben bewusst Raum geben? Hier finden Sie das Programm.

Der neue #Rundbrief 318 des #VGDH ist erschienen. Darin diskutieren Ivo Mossig, Jeannine Wintzer und Angela Hof die Rolle und Bedeutung Geographischer Hochschullehre. Wir begreifen Hochschullehre und ihre fachspezifische Wissenschaftsdidaktik nicht als Vermittlungstätigkeit mit passendem Werkzeugkoffer oder Kochrezepten, die Prozesse des Hinterherlernens von bekanntem Fachwissen gelingen lassen. Vielmehr möchten wir den Gedanken stärken, dass gute Hochschullehre eine Fachdisziplin systematisch in den Blick nimmt.